Porsche-Chef Wendelin Wiedeking als Wirtschaftsminister vorgeschlagen

In einem „Dream-Team“ der kleinen und mittleren Unternehmen steht Kompetenz vor Parteizugehörigkeit. Diese Botschaft ist das Ergebnis einer groß angelegten Unternehmensbefragung, auf deren Grundlage die Bildung eines Wunschkabinetts durch UnternehmensGrün, den Verband zur Förderung zukunftsfähigen Wirtschaftens, erfolgt. Auch der Zuschnitt der einzelnen Ressorts sollte nach Meinung der Unternehmer verändert werden.

Auf Basis einer Untersuchung, in der rund 3.000 meist kleinere und mittlere Unternehmen aus dem ökologischen Spektrum nach ihren Erwartungen an die nächste Bundesregierung befragt wurden, stellt der Wirtschaftsverband UnternehmensGrün ein Wunschkabinett zusammen. Bei der Auswahl der Ministerinnen und Minister wurde bewusst nicht auf die Parteizugehörigkeit geachtet, vielmehr orientierte sich die Auswahl der Personen allein an deren inhaltlichen Positionen.

Das „Dream-Team“, dem aus Sicht der Unternehmer die kompetentesten Köpfe angehören, setzt vor allem im wirtschafts- und sozialpolitischen Bereich auf eine praxisnahe Besetzung der Ressorts. Wendelin Wiedeking, der sich durch einen innovativen und konsequenten Sanierungskurs beim Automobilhersteller Porsche AG einen Namen machte, ist dabei der Wunschkandidat für ein Ministerium für Wirtschaft und Arbeit. „Der entscheidende Faktor für die Wahl von Wendelin Wiedeking war, dass er politische Probleme offen anspricht“, so Gottfried Härle, Vorstandsmitglied von UnternehmensGrün. „Wiedeking steht damit für die gesellschaftliche Verantwortung des Unternehmers – für Sozialkompetenz, der gerade in kleinen und mittleren Unternehmen ein zentraler Stellenwert zukommt.“ Politisch richtige und wichtige Signale sieht Härle insbesondere in der Forderung des Porsche-Chefs nach einem rigorosen Subventionsabbau, die dieser am Beispiel der Automobilindustrie gegenüber der EU-Kommission deutlich vertrat.

Neu an den Kabinettstisch bitten die Unternehmer auch Peter Hartz (Soziales und Gesundheit), Michel Friedman (Innenpolitik), Klaus Töpfer (Umwelt, Entwicklung, Globalisierung), Angelika Beer (Verteidigung) und den Verkehrsexperten Heiner Monheim. Bewährte Minister wie Joschka Fischer (Auswärtiges Amt), Hans Eichel (Finanzen), Herta Däubler-Gmelin (Justiz), Edelgard Bulmahn (Bildung und Wissenschaft) und Renate Künast (Verbraucher, Landwirtschaft und Ernährung) sollen ihre Aufgaben in der nächsten Legislatur fortführen.

Wichtigstes Anliegen der Unternehmer beim Ressortzuschnitt ist eine Zusammenlegung der momentan getrennten Ministerien für Wirtschaft und Arbeit. Auch die Trennung der Bereiche Soziales und Gesundheit soll aufgehoben und die Zuständigkeit unter einem gemeinsamen Dach angesiedelt werden. Ein neues Ministerium soll zudem eine Brücke zwischen den Bereichen Umweltschutz, Entwicklungspolitik und Globalisierung schlagen: Angesichts des dramatischen Anstiegs der Erderwärmung werden internationale Vereinbarungen zum Klimaschutz immer drängender, zugleich gewann das Globalisierungsthema in den letzten Jahren stetig an Bedeutung. Ein mit Klaus Töpfer besetztes Ministerium für Umwelt, Entwicklung und Globalisierung soll diesen neuen Herausforderungen Rechnung tragen.

Mit freundlichen Grüßen

Britta Kurz, Geschäftsführerin
Tel. 0711-615 95 10