Unternehmerverband übt scharfe Kritik am BDI-Programm

UnternehmensGrün, der Bundesverband der grünen Wirtschaft, zeigt sich enttäuscht über die Klimaschutz-Initiative des BDI. „Die Weichen für eine CO2-arme Zukunft hat die deutsche Industrie mit diesem Vorstoß sicher nicht gestellt“, so Gottfried Härle, Vorstand von UnternehmensGrün und Inhaber einer Brauerei im Allgäu. Härle sieht in der Initiative vielmehr den Versuch, sich vor konkreten Aussagen zu drücken. „Schöne Worte und der Verweis auf globale Lösungen in der Zukunft werden die CO2-Emissionen der deutschen Wirtschaft nicht reduzieren“, bewertet Härle das Programm, das am Dienstag dieser Woche unter dem Motto ‚Wirtschaft für den Klimaschutz’ vom BDI-Präsidium verabschiedet wurde.

Härle erwartet von der deutschen Industrie konkrete Schritte: „Die BDI-Mitgliedsunternehmen sollten Produkte und Produktionswege auf den Prüfstand stellen und sich eingestehen, dass in Sachen Emissionsbegrenzung und Ressourceneffizienz gerade hierzulande Nachholbedarf besteht“, so der UnternehmensGrün-Vorstand. Dem Klimawandel könne man durchaus gegensteuern, allerdings seien dazu radikale Energieeffizienzstrategien zwingend erforderlich. Auch die Politik fordert der Unternehmer eindringlich auf, nunmehr rasch zu handeln und auch durch ordnungspolitische Steuerungen eine aktive Klimaschutzpolitik einzuleiten.

Der Bundesverband der grünen Wirtschaft, in dem kleine bis mittlere Unternehmen organisiert sind, appelliert an Wirtschaft und Politik, den Klimawandel nicht als unausweichliche Katastrophe zu begreifen. Es gehe nicht um Schwarzmalerei, sondern darum, jetzt und heute zu handeln und CO2-reduzierende Maßnahmen anzuregen. Gerade die deutschen Industrieunternehmen sollten dabei dringend die bisherigen Strategien überdenken und die wirtschaftlichen Potenziale im Bereich Klimaschutz entdecken.

Kontakt für Rückfragen: Britta Kurz, Geschäftsführerin UnternehmensGrün