Ursula Sladek, Vorstand der Netzkauf EWS eG und Mitbegründerin der Elektrizitätswerke Schönau (EWS), wird mit dem Deutschen Umweltpreis 2013 der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ausgezeichnet. Der höchstdotierte Umweltpreis Europas wird am 27. Oktober von Bundespräsident Joachim Gauck in Osnabrück übergeben.
Nach der Katastrophe in Tschernobyl 1986 beschloss die 5-fache Mutter Ursula Sladek, gegen Atomkraft aktiv zu werden. Mit ihrem Mann gründete sie den „Eltern für atomfreie Zukunft e.V“. Durch eine großangelegte Kampagne mobilisierte sie tausende Kleininvestitionen und Spenden von engagierten Bürgern für die Gründung der Netzkauf Schönau GbR und erwarb nach zehnjährigem Kampf das lokale Schönauer Stromnetz. Dies glich zu Zeiten regulierter Strommärkte einer Revolution. Die 1994 gegründete EWS wurde zum ersten Ökostromanbieter Deutschlands, der bis heute fast seine komplette Energie aus erneuerbaren Energien von unabhängigen Produzenten bezieht. Für ihr außerordentliches Engagement erhielt Frau Sladek viele Auszeichnungen, unter anderen den „Europäischer Solarpreis“ (2003) von EUROSOLAR, den Querdenker Award (2010), Kategorie Vordenker Goldman Environmental Prize (2011), der als der „Grüne Nobelpreis“ gilt.

UnternehmensGrün hatte sich als vorschlagsberechtigte Institution für eine Auszeichnung von Ursula Sladek ausgesprochen. Mit der Auswahl von Ursula Sladek folgt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt bereits das zweite Mal dem Vorschlag des Bundesverbandes der grünen Wirtschaft. Auch der inzwischen verstorbene Solarpionier Georg Salamoser, hatte den Deutschen Umweltpreis im Jahr 1998 auf Vorschlag von UnternehmensGrün erhalten.

“Wir freuen uns, dass die Deutsche Bundesstiftung Umwelt unserem Vorschlag folgte und Ursula Sladek mit dem Deutschen Umweltpreis auszeichnen wird. Sie hat mit ihrem Engagement und der Gründung von EWS Schönau einen bedeutenden Beitrag zur Energiewende geleistet”, erklärt Gottfried Härle, Vorstand UnternehmensGrün und Inhaber der Brauerei Clemens Härle aus Leutkirch (Allgäu).

“Es ist mir eine wahre Freude und Ehre, gemeinsam mit der erfolgreichen Erfinderin, nimmermüden Vorkämpferin für ökologische Bauprodukte und engagierten Unternehmerin Carmen Hock-Heyl den diesjährigen Umweltpreis zu erhalten”, so Ursula Sladek. Das Preisgeld von 500.000 EUR wird unter den beiden Preisträgerinnen geteilt. Ihren Anteil möchte Ursula Sladek im Wesentlichen für den Ausbau dezentraler genossenschaftlicher Strukturen verwenden – damit Strom- und Gasnetze in Bürgerhand gelangen.

Allgemeine Informationen UnternehmensGrün e.V.
UnternehmensGrün ist ein bundesweit arbeitender Zusammenschluss von Unternehmen, Selbständigen und leitend in der Wirtschaft Tätigen. Mit der Zielsetzung der Förderung des Umweltschutzes verstehen wir uns als „Lobbyverband“ zur Verwirklichung eines weitestgehenden Einklangs zwischen Wirtschaft und Umwelt. Mit der Verbandsarbeit verfolgen wir keine wirtschaftlichen Interessen. UnternehmensGrün ist gemeinnützig anerkannt (Förderung des Umweltschutzes).

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