UnternehmensGrün, Bundesverband der grünen Wirtschaft, spricht sich entgegen Äußerungen von Dieter Hundt (BdA) für einen gesetzlich geregelten Mindestlohn von 8,50 Euro aus.

UnternehmensGrün, Bundesverband der grünen Wirtschaft, fordert die Verhandlungspartner der Koalitionsgespräche dazu auf, sich auf einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro zu einigen. Dazu gab der Verband in der vergangenen Woche ein Konzept heraus, das eine regional differenzierte, stufenweise Einführung einer Lohnuntergrenze vorsieht.

Damit spricht sich UnternehmensGrün klar gegen die Äußerungen von Dieter Hundt, Präsident des Bundes der Arbeitgeberverbände (BdA), vom vergangenen Freitag aus. Klaus Stähle, Vorstandsmitglied von UnternehmensGrün und Fachanwalt für Arbeitsrecht, äußert sich wie folgt zu Hundts Aussagen: „Der BdA spricht nicht für alle Arbeitgeber. Unternehmen, die unter 8,50 Euro in der Stunde zahlen, spekulieren oft auf Arbeitslosengeld II und Aufstockung für ihre Mitarbeiter durch die Arbeitsagenturen. Solche Geschäftsmodelle lehnen wir ab!“ Weiterhin verweist Klaus Stähle darauf, dass nicht Tarifverträge, die weniger als den Mindestlohn vorsähen, problematisch seien, sondern die ständig steigende Zahl von Beschäftigungsverhältnissen, auf die kein Tarifvertrag Anwendung fände – mit den bekannten Folgen für einige Branchen und Regionen.

Klaus Stähle
Vorstand UnternehmensGrün e.V. und Fachanwalt für Arbeitsrecht


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UnternehmensGrün-Konzept zum Mindestlohn: „Gesetzlich geregelter Mindestlohn”.