Aufruf an Unternehmerinnen und Unternehmer ++ Zeichnung bis 22. Juni möglich ++

Die Energiewende ist ein wichtiges gesamtgesellschaftliches Projekt. Ihre Finanzierung ist allerdings bisher sehr ungerecht verteilt. Es gibt für viele Unternehmen Ausnahmen in einem Ausmaß, wie sie nicht nötig wären. Finanziert werden diese u.a. von Ihnen, von den nicht begünstigten – überwiegend kleinen und mittelständischen – Unternehmen und Verbraucherinnen und Verbrauchern.

Daher rufen wir auf Initiative des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft gemeinsam mit “Wirtschaft pro Klima” Unternehmerinnen und Unternehmer auf, die angehängte Erklärung für eine deutliche Reduzierung der Industrievergünstigungen zu unterzeichnen. Denn die Privilegierung der überwiegend großen Industrieunternehmen führt zu Wettbewerbsnachteilen für Unternehmen, die derartige Rabatte nicht erhalten. Dies gefährdet einen fairen Wettbewerb und nachhaltiges Wirtschaften.

„Wir können ohne Energiepreis-Subventionen“ ist daher der Titel der Erklärung, die bereits eine Reihe von KMUs, u.a. auch Mitglieder von UnternehmensGrün, gezeichnet haben. Wir wollen versuchen, damit noch auf die anstehenden Entscheidungen zur EEG-Umlage Einfluss zu nehmen. Am 26./27.6.2014 erfolgt der Beschluss der EEG-Novelle im Bundestag – die Beschlussfassung im Bundesrat ist für den 11.7.2014 vorgesehen.

Die Erklärung ist online verfügbar – Sie finden den Text im Wortlaut auch weiter unten.

Mit Ihrer Unterschrift machen Sie deutlich, dass Sie die Energiewende unterstützen, es aber nicht Aufgabe kleiner und mittelständischer Unternehmen ist, ungerechtfertigte Subventionen der Industrie zu finanzieren!

Hinweis: Wir würden diese Erklärung auch per Anzeige in einer überregionalen Tageszeitung schalten. Wenn Sie sich mit mindestens 100 Euro an der Anzeige beteiligen, werden wir Ihren Namen gern in der Anzeige mit als Unterzeichner*in abdrucken.

Wir bitten um Ihre Rückmeldung möglichst bis zum 22. Juni 2014 an folgende Emailadresse: foes@foes.de oder per Fax an 030-76 23 991-59.

o Ich zeichne die Unternehmer-Erklärung zu Energiepreisvergünstigungen mit.
Vorname:
Name:
Funktion im Unternehmen:
Unternehmensname:
Branche:
PLZ:
Ort:

o Ich bin bereit …….. Euro für eine Anzeige zu spenden.

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Wortlaut der Unternehmer-Erklärung: „Wir können ohne Energiepreis-Subventionen“

Als Inhaber*in, Geschäftsführer*in, Gesellschafter*in oder Manager*in überwiegend kleiner und mittelständischer Unternehmen fordern wir die Bundesregierung auf, mit ihrem Wahlversprechen ernst zu machen und die Ausnahmen bei der EEG-Umlage deutlich einzuschränken. Die Energiewende ist ein wichtiges gesamtgesellschaftliches Projekt für eine zukunftsfähige Wirtschaftsweise. Auch die Wirtschaft muss und kann hieran ihren Anteil tragen. Dabei machen selbst im produzierenden Gewerbe Energiekosten bisher im Durchschnitt gerade einmal zwei bis drei Prozent der Produktionskosten aus. Die EEG-Umlage, die den Ausbau der Erneuerbaren Energien fördert, beträgt auch davon wiederum nur einen Bruchteil.

Unsere Unternehmen sind innovativ, effizient und selbstbewusst genug, mit dieser Herausforderung auch ohne staatliche Subventionen umzugehen. Wenn nicht nur Arbeit, sondern auch Energie und natürliche Ressourcen einen angemessenen Preis bekommen, lohnen sich Investitionen in Energie- und Ressourceneffizienz. Heute konzentriert sich technologischer Fortschritt noch allzu oft darauf, Arbeitsplätze überflüssig zu machen, statt effizienter mit Energie und natürlichen Ressourcen umzugehen. Wenn Umweltgüter keinen Preis haben, werden diejenigen Unternehmen belohnt, die die Umwelt ausbeuten. Gleichzeitig haben dann Unternehmen tendenziell Wettbewerbsnachteile, wenn sie umweltschonend wirtschaften. Hier muss die Politik den richtigen ordnungspolitischen Rahmen für zukunftsfähiges Wirtschaften setzen.

Es ist allerdings nicht die Aufgabe kleiner und mittelständischer Unternehmen, üppige Vergünstigungen der Industrie zu bezahlen. Im Sinne der Wettbewerbsgerechtigkeit muss die Regierung die Ausnahmen bei den Energiepreisen deutlich zurück fahren, um die Bevorteilung der begünstigten Unternehmen und damit auch die Belastung der nicht begünstigten Unternehmen auf das absolut notwendige Maß zu reduzieren. Die bisherigen Pläne der Bundesregierung sind hier unzureichend.

Unterzeichnende

(Name) (Funktion) (Unternehmensname) (Branche) (Ort)