Am 19. November 2015 fand im Bundesumweltministerium in Berlin die Verleihung des StartGreen Awards statt. Aus 12 Finalisten, die aus insgesamt 182 Bewerbungen ausgewählt wurden, kürte die Jury die Gewinner_innen in den Kategorien Gründungskonzept, Start-up, Junges Unternehmen und Gründerförderer.

Der StartGreen Award wurde von der Gründerinitiative StartUp4Climate ins Leben gerufen und zeichnet mit dem Preis innovative Ideen aus, die Vorbild sind für die Green Economy in Deutschland. Zu den weiteren Zielen gehören die Stärkung der grünen Gründerszene und die Vernetzung von Start-ups, Gründungsförderern und Investoren.

UnternehmensGrün war als Partner bei der Verleihung des Preises vertreten. Vorstandsmitglied Axel Kaiser fungierte als Jurymitglied. „Wir gratulieren allen Finalisten und besonders den Gewinnern. Diese Start-ups zeigen, dass nachhaltige Gründungen genau das sind, was wir für eine zukunftsfähige neue Wirtschaft brauchen. Wenn junge Unternehmer_innen das Thema Nachhaltigkeit weiterdenken, verdient das Anerkennung und Öffentlichkeit. Beides leistet der StartGreen Award“, so Axel Kaiser.

Die Gewinner_innen des StartGreen Awards 2015 sind:

Kategorie Gründungskonzept: Sulfotools
Die von den Gründern entwickelte Clean Peptide Technology ermöglicht es, giftige organische Lösungsmittel im chemischen Herstellungsprozess zu ersetzen.
Durch diese Technologie kann fast vollständig auf N,N-Dimethylformamid (DMF; das gängigste Lösemittel in der industriellen Peptidsynthese) verzichtet werden. Das spart sehr große Mengen an CO², die bei der Verbrennung der hergebrachten Lösungsmittel als Sondermüll anfallen. Sulfotools bietet darüber hinaus ein Verfahren zur Aufbereitung des entstehenden Abwassers sowie ein real-time monitoring des Reaktionsfortschrittes an, was die industrielle Peptidsynthese deutlich effektiver machen und Produktionskosten deutlich senken kann.

Kategorie Start-ups: e3 computing GmbH
e3 Computing lizenziert mit dem eCube Concept ein Verfahren, mit dem Betreiber von Rechenzentren Energie, Fläche, Raumvolumen und damit Emissionen sparen können. Gegenüber herkömmlicher Luftkühlung spart das Verfahren bei der Kühlung 90% Strom. Zugleich können bis zu 30 Prozent der Fläche und die Hälfte des Raumvolumens des Rechenzentrums und damit nicht nur Kosten, sondern auch CO2 eingespart werden. Allein für ein mittelgroßes Rechenzentrum von 1 Megawatt IT-Leistung bedeutet dies bei einer Laufzeit von 10 Jahren einen Minderverbrauch von 17.520.000 kW/h Strom – und damit eine Entlastung um nahezu 10.000 Tonnen CO2.

Kategorie Junges Unternehmen: Emission Partner GmbH & Co. KG und Sonnenbatterie (geteilter Preis)
Das Unternehmen Emission Partner GmbH Co. KG aus Niedersachsen stellt Katalysatoren für Biogasmotoren her und bietet Betreibern von Biogasanlagen vor Ort Serviceleistungen an. Das sichert den Betreibern die garantierte Einhaltung der Emissionsgrenzwerte. Die patentierte schwefelresistente Katalysatortechnologie ist dabei ein technologisches Alleinstellungsmerkmal. Das Produkt erreicht deutlich längere Standzeiten auf Abgasanlagen von Biogasmotoren als alle vergleichbaren Standardkatalysatoren. Emission Partner ist heute der Marktführer für Biogaskatalystoren in Deutschland.

Die Gründer der Sonnenbatterie entwickelten einen intelligenten Stromspeicher, der überschüssigen Solarstrom speichern kann.
Auf diese Weise können Hausbesitzer ihren selbst erzeugten Solarstrom genau dann wieder abrufen, wenn er benötigt wird. Damit können sich Haushalte zu 70 – 80 Prozent im Jahr mit selbst erzeugtem Strom versorgen. Da Sonnenbatterie-Besitzer ihren Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen, sparen sie mit Hilfe dieser Entwicklung große Mengen CO2, da sie ihren Strom emissionsfrei und nachhaltig erzeugen.

Kategorie Gründungsförderer: Grünhof
Grünhof ist ein Startup, das andere Startups unterstützen und in Freiburg im Breisgau eine öko-soziale Startupkultur etablieren will.
Durch Co-Working, aktive Netzwerkarbeit und innovative Förderprogramme bringt Grünhof Startups im Nachhaltigkeitsbereich hervor und begleitet diese von der Idee bis zur erfolgreichen Gründung. Grünhof entwickelt dafür passgenaue Förderformate, die auf die Bedürfnisse von Startups im Bereich der Nachhaltigkeit angepasst sind und „blinde Flecke“ in der Gründungsförderung beleuchten. Das Grünhof-Team konzentriert sich dabei auf die auf die frühe Ideen- und Konzeptphase.

Foto: © Cordula Giese