Die erste bundesweite TTIP Strategie- und Aktionskonferenz fand am 26. und 27.02.2016 in Kassel statt. Auf dem Programm standen 36 Workshops und Vorträge, 3 Panels mit internationaler Beteiligung und spannenden Diskussionen, interaktive Gruppenformate wie der Aktions-Austausch und jede Menge Möglichkeiten, um sich mit bundesweiten Initiativen und Aktiven zu vernetzten.

Auf dem Auftaktpodium zum Thema: „3 Jahre Bewegung gegen TTIP & CETA: Was hat uns stark gemacht, was haben wir erreicht, und warum haben wir es erreicht?“ diskutierten John Hilary (War on Want), Stefan Körzell (DGB), Petra Pinzler (Journalistin und Buchautorin), Martina Römmelt-Fella (KMU gegen TTIP), Margot Rieger (STOPP TTIP Berchtesgadener Land/Traunstein), Ernst-Christoph Stolper (BUND) und Georg Janssen (AbL).

Am Nachmittag veranstaltete UnternehmensGrün e.V. den Workshop: “Auswirkungen von TTIP auf kleine und mittlere Unternehmen”. Der Workshop informierte über kritische Partner aus der Wirtschaft sowie die Initiativen und Aktionsmöglichkeiten. Denn die Befürworter von CETA und TTIP – u. a. Bundesregierung, EU-Kommission und Handelskammern – behaupten, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) würden besonders von den Abkommen profitieren. Tatsächlich aber überwiegen die Risiken für diese Unternehmen. Martina Römmelt-Fella, Geschäftsführerin der Fella Maschinenbau GmbH in Amorbach im Odenwald, stellte die Wirtschaftsinitiative „KMU gegen TTIP“ vor. Michael Krämer, Mitglied von Attac Deutschland, machte die zahlenmäßige Bedeutung des Mittelstandes transparent – und die Zahlen zum Export. Katharina Reuter (UnternehmensGrün e.V.) moderierte.

„Für uns als ökologisch orientierten Wirtschaftsverband ist es besonders wichtig zu fragen, welche Auswirkungen TTIP auf europäische Umwelt- und Sozialstandards hat. Daneben ist aber auch die Frage wichtig, wie kleine und mittlere Betriebe betroffen sein werden. Initiativen wie die Arbeitsgemeinschaft von Martina Römmelt-Fella und weiteren Unternehmen zeigen, dass gerade kleine und mittelständische Unternehmen große Risiken in der Umsetzung von TTIP sehen“, so Katharina Reuter.