Ein hochkarätig besetzter Beirat steht unserem neuen Projekt im Bereich Berufliche Bildung zur Seite. Im Juni fand das erste Beiratstreffen in Berlin statt. Die Experten aus Wissenschaft, Verwaltung, Bildungsarbeit und Wirtschaft diskutierten den Ansatz des Greenings der Berufe (der Begriff „grüne Jobs“ ist längst zu eng geworden) und die Konzeption des Projekts.

Zu Beginn der Sitzumach Grünng gingen wir gemeinsam auf Spurensuche – wir wollten wissen: Was waren die persönlichen Erweckungsmomente der Anwesenden, sich beruflich dort zu engagieren, wo sie es heute jeweils tun? Die Antworten reichten von „ich bin durch den Emil Grünberg Club von Janosch auf das Umweltthema gekommen“ über „ich habe als Kind meine Spielsachen verkauft, um mit dem Erlös Greenpeace zu unterstützen“ bis zu „angefangen hat es mit dem Thema Ernährung in der Umwelt-AG an der Schule, dann kam das Umweltfestival Auftakt in Magdeburg und zahlreiche Jugendumweltkongresse“. Allein aus den Antworten aus dem Kreis der Beiräte und der Projektmitarbeiter_innen lässt sich die These stützen, dass das Interesse in den Beruf führt. Das heißt, die Dinge, für die wir uns als junge Menschen interessieren (z.B. Technik, Umwelt), prägen uns später bei Entscheidungen zur Berufsorientierung/-wahl.

Einen tiefen Einblick zu Fragen der Beschäftigungsentwicklung im Bereich der „green jobs“ und der Aufteilung von Berufen im Umweltschutzsektor und traditionellen Branchen gab es von Jan Strohschein, Geschäftsführer und Inhaber der etablierten Jobbörse www.greenjobs.de.

Julia Seim, Referat ZIII 2 BMUB, die das Förderprogramm maßgeblich entwickelt und konzipiert hat, ist ebenfalls im Beirat vertreten. Sie hob den handlungsorientierten Ansatz im außerschulischen Bereich mit Blick auf eine klima- und ressourceneffiziente Wirtschaftsweise hervor. Vorrangige Ziele des Programms seien die nachhaltigkeitsorientierte Handlungskompetenzen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu stärken, fachübergreifende Fähigkeiten, wie Selbständigkeit, Flexibilität, Teamfähigkeit, Problemlösefähigkeit, Verantwortungsbereitschaft zu vermitteln und ebenso das Lernen im/durch Handeln.

Der Projektbeirat setzt sich wie folgt zusammen:

  • Carina Auchter, Jugendinitiative im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württembergs
  • Dr. Frauke Eckermann, Umweltbundesamt (UBA), Fachgebiet Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Umweltfragen, nachhaltiger Konsum
  • Prof. Dr. Susanne Elsen, Freie Universität Bozen, Fakultät für Bildungswissenschaften
  • Lukas Macher, Stiftung wannseeFORUM, Fachbereich kulturelle Bildung/ Pädagogik
  • Franziska Mohaupt, Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), Nachhaltige Unternehmensführung und Konsum
  • Dr. Dieter Müller, Technologiestiftung Berlin, Leitung Future of Work
  • Dr. Mirko Pollmer, Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), Referatsleiter Abteilung Berufliche Bildung
  • Julia Seim, Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), Referat ZII5 Bildung, Deutsche Bundesstiftung Umwelt
  • Jan Strohschein, Geschäftsführer greenjobs.de
  • Dr. Claudia Wallner, Fach- und Koordinierungsstelle meinTestgelaende.de
  • Dr. Christoph Zschocke, Geschäftsführer ÖKOTEC Energiemanagement GmbH

Zum Projekt:

Das Verbundprojekt „Mach Grün! Berufe entdecken und gestalten“ wird im Rahmen des ESF-Bundesprogramms des BMUB „Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung befördern. Über grüne Schlüsselkompetenzen zu klima- und ressourcenschonendem Handeln im Beruf (BBNE)“ durchgeführt. Es bietet jungen Menschen zwischen 14 und 25 Jahren Erlebnisräume zur Erkundung des „GrBBNE_Logoeenings“ der Berufe. Im Zentrum stehen Workcamps zur Berufsorientierung, Wettbewerbe und ein Grüner Gipfel. Konkrete Erfahrungen in Unternehmen, mit interessanten Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Praxis helfen Jugendlichen, ihre eigenen Potentiale zu erkennen.

Eindrücke Beiratstreffen