Pressemitteilung: Viele alte Köpfe bei der GroKo / Neue Vorstände bei UnternehmensGrün

Berlin, 6.3.2018: „Mit der kommenden Großen Koalition droht ein Fadenriss bei umwelttechnischen Innovationen und im Klimaschutz“, warnt Klaus Stähle, Vorstand von UnternehmensGrün. Vor allem beim Ausstieg aus der Kohleverstromung, der Sanierung von Gebäuden und dem Ausbau der Elektromobilität reichten die Vorgaben im Koalitionsvertrag nicht aus.

„Damit wird ein ambitionierter Dekarbonisierungsprozess der Wirtschaft auf deutlich nach 2020 aufgeschoben“, so Stähle weiter. Dabei gebe es in vielen Sektoren inzwischen engagierte Vorreiter für eine nachhaltige Wirtschaft. Die im Koalitionsvertrag ausgehandelten Rahmenbedingungen würden es aber sehr oft nicht erlauben, aus den guten Ansätzen auch dauerhafte Geschäftsmodelle zu machen und die ökologische Erneuerung so aus der Nische herauszuführen. Das gelte beispielsweise für die ökologische Landwirtschaft, für eine Mobilität mit einem höheren Anteil an öffentlichem und Radverkehr, aber auch für die Nutzung von Grüner Energie dort, wo sie erzeugt wird.

„Dieser Stillstand wird sich schon in naher Zukunft rächen. Denn wenn die Dekarbonisierung erst zu einem späteren Zeitpunkt beginnt, müssen gesetzliche Vorgaben sehr viel schneller und kurzfristiger geändert werden. Dann werden viele Wirtschaftszweige feststellen, dass die Zukunftsmärkte sich sehr viel weiterentwickelt haben und ihre Konkurrenzfähigkeit enorm gefährdet ist“, kritisiert Stähle am Rande der jährlichen Vorstandsklausur von UnternehmensGrün, dem Bundesverband der grünen Wirtschaft.

Auf der Klausur hat der Vorstand die Schwerpunktthemen für 2018 festgelegt: „Mobilität, Energiewende und nachhaltige Finanzen werden wir deutlich nach vorne stellen“, erklärt Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin von UnternehmensGrün.

Personell hat sich der Vorstand breit aufgestellt: Neben den bisherigen Vorstandsmitgliedern verstärkt Dr. Odette Deuber (KlimAktiv) den Bereich Klimapolitik. Carola von Peinen von Talents4Good GmbH steht für das Thema „New Work“, neue Arbeitsformen und -organisationen. Enrico Rima, Gründer von „Lebenskleidung“, verstärkt die UnternehmensGrün-Kompetenzen im Bereich „Textile Lieferketten, ethische Mode“.

„Wir freuen uns sehr über die neuen Impulse, die UnternehmensGrün durch diese neuen Köpfe bekommt“, sagt Dr. Reuter.