Circular Economy, Cradle to Cradle, Upcycling und Closing the Loop ist international in aller Munde. Worum geht es und warum liegt ein Vergleich zur Energiewende nahe? Dies betrachtet Eveline Lemke, ehemalige Wirtschaftsministerin aus Rheinland-Pfalz, Gründerin des Think Tank „Thinking-Circular“ und Mitglied bei UnternehmensGrün.

Derzeit gibt es eine heiße politische Debatte über die Definition von „Design for Recycling“ und solange diese auch gesetzlich nicht einheitlich geregelt ist, ist absehbar, dass mehr Recycling auch mehr Vermischung von Stoffen und immer neue Stoffe mit sich bringt. Die EU-Kommission hat aufgerufen, Stellungnahmen zur Synchronisation vom Stoff- und Abfallrecht abzugeben. Im Stoffrecht sind nach REACH immerhin mehr als 3.300 Stoffe erfasst. Das Recycling läuft technologisch bisher hinterher. Die Idee der Circular Economy ist, das zu ändern und dieser Aufgabe widmet sich Eveline Lemke in ihrem Think Tank „Thinking Circular“, mit dem sie bereits internationale Aufmerksamkeit erregt hat. So wurde sie bereits als Institut beim ESCAP-SDG Helpdesk der Vereinten Nationen eingetragen. Gleichzeitig arbeitet sie als Expertin bei einem Projekt der Universität Koblenz-Landau zu Systems Thinking mit OECD und IIASA zusammen oder hält Vorträge zu Circular Economy auf der EU-China Business and Technology Cooperation Fair in Qingdao und Chengdu oder der Oslo Innovation Week „Circular Economy – Flow for Values“ wie in diesem September.