Auf Einladung von Heidi Hautala, Mitglied des Europäischen Parlaments (MdEP) und Vorsitzende der Arbeitsgruppe zu Responsible Business Conduct und Lara Wolters, MdEP, Rapporteur on Corporate Due Diligence and Accountability, nahm UnternehmensGrün-Vorstandsmitglied Enrico Rima am Online-Workshop: “What Companies are Looking for in a Future EU HREDD legislation in the context of the European Parliament’s ongoing work on the report on Corporate Due Diligence and Accountability (Wolters report)”” teil. Neben einleitenden Worten der beiden MdEPs, erhielten die Teilnehmer_innen Inputs aus Sicht der Wirtschaft, unter anderem von Enrico Rima.

In seinem Statement stellte der Mitgründer von Lebenskleidung, ein Öko-Stoffhändler aus Berlin, dar, wie sein Unternehmen sich der Verantwortung in der Lieferkette stellt: Ähnlich wie bei anderen kleinen nachhaltigen Textilunternehmen dienen etablierte sozial-ökologische Standardsysteme als Mindeststandard der Zusammenarbeit zwischen dem Berliner Unternehmen und seinen Produzenten. Da fängt es allerdings erst an, denn die essenzielle Basis sind gute, langfristige Vertragsbeziehung mit wenigen ausgewählten Produzenten. Nur so lässt sich offen über Risiken und Herausforderungen sprechen und als Team daran arbeiten.. Gerade in Corona-Zeiten kämen ihnen diese langfristigen Beziehungen nun zu Gute.

Aber auch für die Unternehmen in Europa ist es von Vorteil, wenn sich die Firmen ihrer unternehmerischen Verantwortung in der Lieferkette stellen, denn: „Junge, gut ausgebildete Menschen möchten in einem Unternehmen mit ‚Purpose‘ arbeiten.“

Rima betonte die Wichtigkeit regulatorischer Maßnahmen: „Generell wollen wir nichts anderes als ein ‚level-playing field‘. Wir möchten mit unserem nachhaltigen Geschäftsmodell nicht länger gegenüber Unternehmen benachteiligt werden, die sich nicht um ihre Lieferkette kümmern“. Auch das kleine Berliner Stoffunternehmen müsste einzelne Prozesse im Sinne einer Due Diligence anpassen, allerdings sei das, aufgrund der übersichtlichen Strukturen und dem bestehenden Engagement und Beziehungen sehr gut machbar. Ein europäisches Lieferkettengesetz sei daher ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.