Am 01. Dezember 2020 fand die Veranstaltung “Klimaschutz im Unternehmen: Der Weg in die Klimaneutralität” statt. Das Online-Meetup stellte den Auftakt einer mehrteiligen Reihe unterstützt durch die Deutsche Postcode Lotterie dar.

Unter anderem, auch aufgrund der Agenda 2030, befassen sich immer mehr Unternehmen mit dem Thema Klimaschutz und auch der Klimaneutralität. Dabei stellen sich Unternehmerinnen und Unternehmer oftmals die Frage, wie ein effizientes Klimamanagement aussehen und überhaupt klimaneutral gewirtschaftet werden kann. Bei der zu Beginn der Veranstaltung durchgeführten Umfrage unter den Teilnehmenden war spannend zu sehen, dass bereits 61 Prozent der Teilnehmenden ein aktives Klimaschutzmanagement betreiben. 22 Prozent gaben an, schon jetzt klimaneutral zu wirtschaften. Dies bot den Referent_innen des Tages einen guten Anknüpfungspunkt.

Theresa Steyrer, Standortleiterin Berlin der Arqum GmbH, führte in das Thema „Klimamanagement in Unternehmen” ein und ging dabei der Frage nach, was Klimamanagement grundsätzlich in Unternehmen bedeuten würde und wie sich dies prüfen ließe. Denn einen Standard für Klimamanagement gebe es noch nicht. Feststünde, dass ein Weg zum klimaneutralen Wirtschaften über das Umweltmanagement (Grundlagen z.B. durch EMAS, ISO 14001) erfolgen kann, bei dem eine strukturierte Vertiefung des Klimaaspekts erfolgt. Bei der Klimaneutralität sei es letztlich wichtig, sich der Hierarchie zu verschreiben: Vermeiden – Reduzieren – Kompensieren! „Wir müssen davon loskommen, einen Großteil über Kompensationen laufen lassen“, so Steyrer. Die Klimaneutralität sei ein fortlaufender Prozess

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Dr. Odette Deuber, Geschäftsführerin der DO Climate GmbH, begann ihren Impulsvortrag mit einem Verweis auf eine fleißige Insektengruppe: “Ameisen und Klimaschutz? Der Weg in die Klimaneutralität ist alles andere als leicht. Aber Ameisen zeigen, wie es funktionieren kann, herausfordernde Aufgaben zu lösen. Sie bauen intuitiv Brücken – gemeinsam!” Diese Herangehensweise wäre auch beim Klimaschutz wünschenswert. „Mir ist es wichtig ins Handeln zukommen”, so Deuber. Wie genau eine Klimabilanz erstellt wird, wurde detailliert aufgezeig. Vermeidung sei nach wie vor das allerwichtigste: “Eine Bilanz ohne Vermeidung nützte niemandem.” >>Zur Präsentation<<

Einen praxisnahen Einblick gab Andrea Dahm, Nachhaltigkeitsmanagerin bei Primavera Life GmbH. Das Unternehmen ist seit diesem Jahr Partner im “Bündnis klimaneutrales Allgäu 2030” und erstellte ebenfalls in diesem Jahr die erste CO2-Bilanz. Mit dem Firmengebäude und dem umliegenden, nach Feng Shui angelegeten Garten trägt Primavera zum Schutz der Artenvielfalt bei. “Naturparadis 1. Der Name ist bei uns Programm”, weiß Dahm zu berichten und gibt Einblicke in den Firmengarten, der mit mehr als 62.000 Pflanzen 15 t CO2 binden kann.  Auch das Thema Verpackung spielt im Unternehmen eine große Rolle. 81 Prozent der Produkte kämen aktuell schon ohne Umverpackung aus. Geplant werde eine CO2-Bilanz der Produkte. >>Zur Präsentation<<

Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin von UnternehmensGrün e.V., gab den Teilnehmenden die “EBM-Formmel” mit bevor es in die Diskussionsrunde ging: Energie – Bank – Mobilität. Mit dieser Formel könne auch als kleines Diesntleistungsunternehmen direkt losgelegt werden! >>Zu den Klimaschutz-Service-Links<<