Der europäische Dachverband des BNW, Ecopreneur.eu, reichte eine Stellungnahme zum “European Action Plan for a Social Economy” der Europäischen Kommission ein. Darin betont Ecopreneur.eu unter anderem, dass der European Action Plan die Überschneidung von ökologisch nachhaltigen und sozialen Unternehmen widerspiegeln müsse.

Bis vor Kurzem wurden ökologisch nachhaltige und soziale Unternehmen zum Großteil getrennt betrachtet. Während die sogenannten Social Businesses unternehmerische Aktivität mit sozialem Zweck vereinen, zielen ökologisch nachhaltige Unternehmen auf die Reduzierung von Umweltrisiken und Ressourcenknappheit ab. Dabei wird vorzugsweise ein positiver Umwelteinfluss generiert.

In dem Kontext gelten soziale Unternehmen häufig als Non-for-Profit Organisationen, während die ökologisch nachhaltigen Unternehmen, die sogenannten Ecopreneurs, dem Prinzip „People, Planet & Profit“ folgen. Allgemein gilt, sobald Profit einer der Treiber eines ökologisch nachhaltigen Unternehmens wird, steigert sich dessen Umsatz und damit auch der positive Einfluss auf die Gesellschaft. Betrachtet man die Dringlichkeit für Maßnahmen im Kampf gegen die Klimakrise, so ist klar, dass ökologisch nachhaltige For-Profit Unternehmen immer wichtiger werden. Somit tragen sie maßgeblichen zur Beschleunigung einer nachhaltigen Wirtschaft bei.

Laut Ecopreneur.eu sollte jedoch bedacht werden, dass es Überschneidungen zwischen sozialer und ökologischer Wirtschaft gibt. Soziale Unternehmen können neben ihrem gesellschaftlichen Mehrwert auch einen positiven Einfluss auf die Umwelt haben, während Ecopreneure oft auch eine soziale Ausrichtung in ihre Unternehmenskultur integrieren.

Hinzu kommt, dass sowohl soziale als auch ökologisch nachhaltige Unternehmen mit systemischen Hürden zu kämpfen haben, die das unternehmerische Wachstum des jeweiligen Unternehmens erschweren.

In seiner Stellungnahme plädiert Ecopreneur.eu daher für folgende Maßnahmen:

  • Die Unterstützung durch das Europäische Konjunkturprogramm „European Recovery Plan“ sollte zu 100% grüne Ziele verfolgen. Zurzeit können nur 37% der EU-Unterstützung als „grün“ deklariert werden. Somit unterstützt die EU zurzeit die Linearwirtschaft.
  • Umsetzung des European Green Deals und anderer Vereinbarungen zur grünen Wirtschaft unter den EU-Mitgliedsstaaten.
  • Stärkung der Rolle von klein- und mittelständischen Unternehmen.
  • Einbindung von wirtschaftlichen Anreizen für eine nachhaltige Wirtschaft.
  • Mindestanforderungen für ein kohlenstoffarmes Zirkulären-Designs.

Klicken Sie hier für die vollständige Ecopreneur.eu-Stellungnahme zum European Action Plan for a Social Economy.

Über Ecopreneuer.eu:

Ecopreneur.eu ist der „European Sustainable Business” Verband, welcher aktuell 3000 nachhaltige Unternehmen repräsentiert. Dabei setzt sich der europäische Dachverband vor allem für klein- und mittelständische Unternehmen ein und ist damit die einzige Organisation der EU, die sich sektorübergreifend für Regeln und Vorschriften für ein kohlenstoffarmes Zirkuläres-Design engagiert.