22 Vorreiter:innen der Fahrradbranche haben am 27. Oktober im Rahmen des BIKEBRAIN-POOL-Treffens mit der Bike Charta einen Aktionsplan für Klimaschutz und Ressourcenschonung verabschiedet. Damit setzen sie neue Maßstäbe für nachhaltiges Wirtschaften in der Fahrradindustrie und verdeutlichen ihr ökologisches und soziales Verantwortungsbewusstsein. BNW-Mitglied Velokonzept, Ulrike Saade, hat den BIKEBRAINPOOL gegründet – und treibt das Thema Nachhaltigkeit in der Fahrradbranche voran. Nun wurde dort die Bike Charta beschlossen.

Unter den ersten Unterzeichnenden der Bike Charta, die sich u.a. an den Sustainable Development Goals der UN und dem EU-Green-Deal orientiert, sind auch eine Reihe BNW-Mitglieder vertreten, so das Unternehmen der neu gewählten BNW-Vorständin Sandra Wolf, Riese & Müller, sowie Hebie, JobRad, Thun, Velokonzept und Zedler. BNW-Mitglied Dirk Zedler, Gründer und Geschäftsführer des Zedler – Institut für Fahrradtechnik und -Sicherheit erklärt dazu: „Auch wenn der ökologische Fußabdruck der Nutzer:innen eines Produkts aus der Fahrradbranche sofort kleiner wird, ruhen wir uns darauf nicht aus. Als innovative und zukunftsorientierte Unternehmen wollen wir eine Vorreiterrolle in allen Belangen der Nachhaltigkeit und der sozialen Verantwortung einnehmen. Die Bike Charta bietet für alle Unternehmen der Fahrradbranche einen passgenauen Einstieg sich Schritt für Schritt ökologisch und sozial besser aufzustellen.“

Im Aktionsplan werden insgesamt 18 „Corporate Social Responsibility“-Themen inklusive 110 konkreter Handlungsimpulse vorgestellt, von nachhaltigem Produktdesign über Transparenz in der Lieferkette bis hin zu Mitarbeitergesundheit und -vielfalt. Als wichtiger Baustein wird auch die soziale und gesellschaftliche Relevanz des Fahrrads hervorgehoben, und dafür geworben sich mit der Politik in Verbindung zu setzen. Langfristig soll die Bike Charta in Kooperation mit dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex durch ein Reporting erweitert werden, um die Verwendung strategischen CSR Managements zu fördern.

Außerdem enthält der Aktionsplan einen Appell an alle Unternehmen der Fahrradbranche, sich selbst zu mehr Nachhaltigkeit zu verpflichten und die angesprochenen CSR-Themen auch über das eigene Unternehmen hinausgehend voranzutreiben.