Pressemitteilung

Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft begrüßt Elemente des rot-grün-roten Koalitionsvertrags

Berlin, 01.12.2021: SPD, Bündnis 90/Die Grünen und die Linke haben den Koalitionsvertrag der vermutlich neuen Berliner Landesregierung vorgestellt. Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. begrüßt, dass sich die künftige Landesregierung im Koalitionsvertrag vorgenommen hat, die Berliner Wirtschaft zu einem Vorbild für nachhaltiges Wirtschaften zu machen. Nun Bedarf es konkreter Maßnahmen, um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen.

„Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet in planetaren Grenzen zu denken. Die Wiederverwendung von Ressourcen spielt dabei eine Schlüsselrolle. Deshalb ist es umso erfreulicher, dass die künftige Berliner Landesregierung starke Impulse für die Kreislaufwirtschaft setzen möchte“ so BNW‑Geschäftsführerin Dr. Katharina Reuter.

Zudem hatten sich die rund 120 Berliner Mitgliedsunternehmen des BNW bereits im Vorfeld der Wahl für eine echte Mobilitätswende stark gemacht. Erfreulich ist daher, dass die Parteien Investitionen in den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und der Radinfrastruktur vereinbart haben. Auch die Kopplung von öffentlichen Vergaben an Nachhaltigkeitskriterien, die Hilfe bei der Etablierung eines Ortes für die Akteure der nachhaltigen Wirtschaft und die Unterstützung von Unternehmen bei der sozial-ökologischen Transformation in Richtung Klimaneutralität begrüßt der BNW ausdrücklich.

Darüber hinaus weist der Koalitionsvertrag laut dem BNW Stärken im Bereich der Start-up- und Innovationsförderung auf. Hervorzuheben ist das Vorhaben, die Innovationsförderung der Investitionsbank (IBB) für die klimafreundliche Transformation zu nutzen. Wünschenswert wäre den dazugehörigen Prüfauftrag, bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung zu fördernder Projekte die Klimakosten zu internalisieren, in die Tat umzusetzen. Auch die Weiterentwicklung der Start‑up‑Agenda und die Gründungsberatung nach dem Vorbild des »Digital Innovation Office« in Barcelona zu verbessern heißt der Verband gut.

Hier sieht der BNW aber auch noch in einigen Punkten Verbesserungsbedarf. So sollten etwa Beratungsangebote für Investor:innen angeboten und Impact Investing erleichtert werden, damit sich das Investment-Volumen für Start-Ups erhöht. Außerdem sollte ein Help-Desk als zentraler Anlaufpunkt für die Green Economy bei Berlin Partner etabliert werden.

„Insgesamt sind in dem Koalitionsvertrag viele gute Ansätze zu finden“, so Dr. Katharina Reuter, „es müssen nun aber auch Taten folgen“. Dafür verweist sie auf den vom BNW kürzlich veröffentlichten Maßnahmenkatalog ‘Berlin zum Hotspot der nachhaltigen Wirtschaft machen.

„Wir haben mit unserem Maßnahmenkatalog in 9 Schritten konkret aufgezeigt, wie Berlin zum Hotspot der nachhaltigen Wirtschaft wird. Darin findet die kommende Landesregierung viele Impulse, wenn sie Berlin zum Vorbild für nachhaltiges Wirtschaften machen möchte“, erklärt Reuter.

Den Maßnahmenkatalog des BNW finden Sie hier.

Pressekontakt:

Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V.
Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin
reuter@bnw-bundesverband.de
T: +49 178 448 19 91