von Katharina Reuter,
der Beitrag ist erschienen in “Geht doch! Geschichten, die zum Wandel anstiften – 30 Jahre Vor- und Querdenken”, oekom verlag, Gesellschaft für ökologische Kommunikation mbH, München 2017

Ein bedingungsloses Grundeinkommen wird Entwicklungspotenziale freisetzen, die es uns ermöglichen werden, Anpassungsprozesse effektiver, mutig, aber auch abgesichert anzugehen.

Wir sind wahnsinnig produktiv. Wir haben eine leistungsfähige Volkswirtschaft mit hohem Lebensstandard für einen Teil der Gesellschaft geschaffen. Wir beobachten in unserer Volkswirtschaft mit gesättigten Märkten aber auch immer stärker eine gleichzeitige strukturelle Arbeitslosigkeit. Aber nicht nur, weil Arbeitsplätze wegrationalisiert werden, ist die Frage nach einem Grundeinkommen für alle Menschen zukunftsweisend. Vor allem auch, weil wir anders über Arbeit nachdenken müssen. Was gilt künftig als Arbeit? Müssen Menschen Arbeitnehmer(_innen) sein, damit sie vollwertige Mitglieder unserer Gesellschaft sind? Was ist mit der Arbeit, die heute schon unbezahlt geleistet wird, etwa Care-Arbeit oder ehrenamtliche Arbeit? Was ist gute Arbeit oder wie lässt sich Arbeit so umgestalten, dass sie sozialökologisch gerecht ist?

Ein bedingungsloses Grundeinkommen wäre gerechter und klarer als Hartz IV und das Geflecht weiterer staatlicher Leistungen. Es ist eine sozialpolitisch gebotene Anforderung an Verteilungsgerechtigkeit, Chancengleichheit und insbesondere die materielle Absicherung vor den Risiken plötzlichen Einkommensverlustes.

Die Ausgabe Nr. 150 ist eine Besondere – die politische ökologie feiert das 30-jährige Jubiläum. Wir gratulieren!

Katharina Reuter, Geschäftsführerin von UnternehmensGrün: „Ich schätze an der politischen ökologie, dass sie es immer wieder schafft, neue Impulse für den Wandel zu setzen! Nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für Gesellschaft, Wissenschaft und Politk.”

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