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Aus fürs Verbrenner-Aus: Emotion statt Effizienz

Berlin, 22.10.2026: Während in Berlin und Brüssel über das Verbrenner-Aus verhandelt wurde, haben sich Mitbewerber, Mittelstand und Markt entschieden. Sie setzen – anders als die Politik – auf Effizienz statt Emotion. 

Presse Mobilität Klimaschutz
Geparkte Autos auf einem Parkplatz

Wer will, kann weiter Verbrenner kaufen und fahren – auch nach 2035. Die von einigen lauten Akteuren der deutschen Automobilindustrie getriebene Bundesregierung hat sich nach langem Ringen mit ihrer Position in Brüssel durchgesetzt. Trotzdem könnte der Erfolg von kurzer Dauer sein. Denn während CDU und EVP in Brüssel Mehrheiten organisiert haben, haben die Mitbewerber, der Markt und der Mittelstand Entscheidungen getroffen.

Hier setzt man auf Effizienz statt Emotion. In China ist jede zweite Neuzulassung ein reiner Stromer, hierzulande jede Dritte. Auch die Unternehmen ziehen mit. 70 Prozent setzen bereits auf E-Fahrzeuge in ihrer Flotte, der E-LKW könnte bis 2030 zum Branchenstandard werden. 

Grund dafür sind nicht nur die rasant gestiegenen Preise für Diesel und Benzin oder der Erfolg der E-Auto-Förderung, Grund dafür ist Effizienz. Wer, statt Benzin und Diesel zu tanken, Strom lädt, ist bis zu dreimal effizienter unterwegs. Die Folgen sind ein Drittel niedrigere Betriebskosten und 73 bis 78 Prozent weniger CO2-Ausstoß gegenüber einem Verbrenner. 

„Das Aus fürs Verbrenner-Aus steht nicht allein. Es gesellt sich zur Grüngasquote für Gasheizungen, zum Bau neuer Gaskraftwerke, zur ausgebremsten Energiewende. Die Bundesregierung begreift Entscheidungsfreiheit in Energiefragen weiter als fossile Freiheit. Der Preis dafür sind 80 Milliarden Euro an jährlichen Energieimporten, fortgesetzte Abhängigkeiten von Krisen, Kriegen und Konflikten und bei den Bürger:innen eine sinkende Kaufkraft durch die Preissprünge bei Benzin, Gas und Heizöl. Freiheit wird dann zur Unfreiheit, wenn Bürger:innen sich den Aufpreis für fossile Mobilität nicht mehr leisten können, in der deutschen Industriepolitik globale Trends ignoriert werden und die Zukunftsindustrien mit ihrer Wertschöpfung und ihren Arbeitsplätzen abwandern“, so Prof. Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Nachhaltige Wirtschaft e.V. 

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