BNW jetzt Teil der Nationalen Plattform Bildung für Nachhaltige Entwicklung
Auf Einladung von Staatssekretärin Dr. Petra Bahr (Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend) ist der BNW nun Teil der Nationalen Plattform BNE. Dass der BNW neben DIHK, BDA und ZDH mit am Tisch sitzt, ist ein wichtiges Signal: Die Stimmen für zukunftsfähiges Wirtschaften werden dort vertreten, wo es um die Zukunft der Bildung für Nachhaltige Entwicklung geht.
Unter dem Vorsitz von Staatssekretärin Dr. Petra Bahr (BMBFSFJ) beschloss die Plattform in ihrer 23. Sitzung mit großer Mehrheit das Policy Paper „Bildung für nachhaltige Entwicklung: Zukünfte gestalten und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken". Eine zentrale Erkenntnis: BNE kann Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Das Papier zeigt, wie BNE gemeinsam mit politischer Bildung Analyse-, Urteils- und Handlungskompetenzen sowie Teilhabe fördern kann. Dafür formuliert es konkrete Empfehlungen, unter anderem zur stärkeren Verankerung von BNE im Bildungssystem, zur Förderung von Diskursfähigkeit und Medienkompetenz sowie zur Stärkung von Chancengerechtigkeit und kommunalen Bildungsräumen.
Die Nationale Plattform BNE ist das oberste Lenkungsgremium für die deutsche Umsetzung der UNESCO-Programme. Der Nationalen Plattform BNE gehören bis zu 45 Vertreterinnen und Vertretern von Institutionen aus Bund, Ländern, Kommunen, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft an. Auf Entscheidungsebene wird der BNW durch Prof. Dr. Katharina Reuter als Geschäftsführerin und auf Arbeitsebene durch BNE-Projektmanagerin Eyleen Zimmermann vertreten.
Für die ideelle Arbeit im BNW ist Bildung für Nachhaltige Entwicklung seit Jahren fester Bestandteil. Wir haben eine ganze Reihe von Bildungsprojekten auf den Weg gebracht, die zeigen, was verantwortungsvolles Wirtschaften konkret bedeutet. Dass dieser Ansatz funktioniert, bestätigen auch die Auszeichnungen unserer Projekte: 2017 wurden „Umweltprofis von morgen" und „StartGreen@School" vom BMBF und der Deutschen UNESCO-Kommission geehrt. 2025 erhielten die Umweltprofis erneut die „Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung".
- Bei den Umweltprofis von morgen bringen wir seit 2008 Schüler:innen mit progressiven Unternehmen aus ihrer Region zusammen. Sie übernehmen Verantwortung, denken unternehmerisch und lernen am eigenen Projekt, was nachhaltiges Wirtschaften wirklich heißt. Über 1.000 junge Menschen aus Baden-Württemberg und Sachsen wurden bereits für ihre Ideen ausgezeichnet, die von Müllvermeidung über Upcycling bis zur Begrünung von Stadtflächen reichen.
- Mit dem Netzwerk Grüne Arbeitswelt (NGA), das der BNW 2017 mitgegründet hat, haben wir Akteur:innen der grünen Berufsorientierung zusammengebracht und jungen Menschen mit zahlreichen Materialien den Weg in nachhaltige Berufe geebnet.
- Im Projekt mach Grün! haben wir mit Camps und Aktionen das „Greening der Berufe" erlebbar gemacht. Von der Solarwerkstatt bis zum nachhaltigen Event-Management. Hier wurde greifbar, dass Nachhaltigkeit und handwerkliches Können bestens zusammenpassen.
- Im EU-Projekt CATALYST entstand eine Lernplattform mit über 70 kostenlosen Online-Kursen zu Themen wie zirkulärem Wirtschaften, nachhaltigen Geschäftsmodellen oder den SDGs.
Warum uns Initiativen und Projekte im Bereich BNE so wichtig ist, bringt Prof. Dr. Katharina Reuter auf den Punkt: „Bildung ist der Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung. Mein konkreter Wunsch für das Bildungssystem ist, dass Nachhaltigkeit in allen Schulen einen höheren Stellenwert bekommt."
Ob in der Nationalen Plattform oder in unseren Bildungsprojekten: Wir setzen uns dafür ein, dass Bildung für Nachhaltige Entwicklung nicht nur auf dem Papier steht, sondern in Schulen, Unternehmen und Kommunen gelebt wird.