Direkt zum Inhalt
News

Erneuerbare Energien ausbauen statt ausbremsen – Stimmen der BNW-Mitglieder zur Demo

Berlin, 09. Oktober 2026: Auf die EEG-Novelle und das Netzpaket könnte eine Machtverschiebung am Strommarkt, eine Delle bei der Beschäftigung und ein ausgebremster Ausbau folgen. Was die BNW-Mitglieder genau befürchten, finden Sie hier in Zitatform zusammengestellt. Alle Zitatgebenden beteiligen sich an der heutigen Demo um 14h auf der Reichstagswiese. 

Presse Energie Mitgliedsunternehmen
Eneuerbare Energien: Ausbauen statt Ausbremsen

„Als Elektronikzulieferer der Erneuerbaren-Branche sehen wir die große Gefahr weiteren Abwanderns heimischer Industriearbeitsplätze. Wir müssen es uns leisten können, Windtechnik `Made in Germany` auch in Deutschland ans Netz zu bekommen. Wer das zu Gunsten teurer Gaskraftwerke abwürgt, trägt zur Deindustrialisierung dieses Landes bei. Das muss verhindert werden. Deshalb bin ich und viele Mitarbeiter meines Unternehmens heute in Berlin.“

Andreas Arens, Geschäftsführer ZOPF Energieanlagen GmbH

„Die Kombination aus EEG-Novelle und Netzanschlusspaket, wie sie von der Regierung vorgelegt wurden, ist ein potenziell toxisches Gemisch für die Energiewende. Kosten werden erhöht, Erlöse gekappt, Refinanzierung und Netzanschluss unsicherer – so droht der Erneuerbaren-Ausbau massiv verschleppt zu werden. Mit unserer Beteiligung an der Energiewende-Demonstration wollen wir deutlich machen, dass die bisherigen Vorlagen klar in die falsche Richtung gehen. Aber auch, dass die verhandelnden Abgeordneten noch die Chance haben, mit einigen Anpassungen klare Weiterentwicklungen beim Erneuerbaren-Ausbau erreichen und ein gleichermaßen wirtschaftliches, effizientes wie zukunftsfähiges Marktdesign schaffen können.“

Sophia Eltrop, Vorständin naturstrom AG

„Durch den Kurswechsel der Bundesregierung droht ein fossiler Backlash. Schon vor zehn Jahren wurden Wind- und Solarenergie mit dem Argument steigender Kosten politisch gebremst. Die Folge waren verlorene Arbeitsplätze, der Niedergang  der deutschen Solarindustrie und ein massiver Vorsprung Chinas. Diesen Fehler dürfen wir nicht wiederholen. Wer heute neue Risiken für Erneuerbare schafft, gefährdet Investitionen, industrielle Wertschöpfung und zukunftsfähige Jobs in Deutschland. Für Öl und Gas fließen dagegen jedes Jahr 81 Milliarden Euro ins Ausland und stärken häufig auch autoritäre Regime.“

Sönke Tangermann, Vorstand Green Planet Energy eG

"Die Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine führen uns schmerzhaft vor Augen, wie teuer die Abhängigkeit von fossilen Energien und Lieferungen aus geopolitisch instabilen Regionen ist. Erneuerbare Energien sind deshalb eine Frage von Bezahlbarkeit, Wettbewerbsfähigkeit, Souveränität und Freiheit. Wir brauchen jetzt mehr Tempo bei Wind, Sonne, Speichern und Smartmetern."

Wolfgang Oels, COO Ecosia GmbH

„Ohne Änderungen werden die EEG-Novelle und das Netzpaket die Eigentumsverhältnisse am Strommarkt verschieben, die Macht der Netzbetreiber festigen und die Beteiligung von Mittelstand und Bürger:innen an der Energiewende dämpfen. Wir fordern, Risiken gerechter zu verteilen, Netzbetreiber stärker in die Pflicht zu nehmen und den Redispatchvorbehalt zu streichen. Für kleine Solaranlagen darf die Direktvermarktungspflicht erst greifen, wenn deren Marktreife unabhängig festgestellt ist. Heute und in Zukunft gilt: Mehr Erneuerbare Energien sind der beste Preisdeckel, den wir haben.“ 

Katharina Reuter, Geschäftsführerin Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V.

Die Pressemitteilung als PDF