Wie Geld wirkt – Jahrestagung 2026
Wie Geld wirkt – Das war die Jahrestagung 2026
„Die Zeit ist jetzt“: So startete die Jahrestagung 2026 des Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW) am 12. Oktober in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung. Geld wirkt, aber in welche Richtung? Soll nachhaltiges Investment nur Unternehmen finanzieren, die bereits nachhaltig wirtschaften, oder auch jene, die sich glaubwürdig verändern wollen? Begrüßt wurden die Gäste von BNW-Geschäftsführerin Prof. Dr. Katharina Reuter und Jan Philipp Albrecht, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Auftakt: „Tacheles reden: Finanzierung der Zukunft oder Zementierung des Status Quo?“
Oliver Pfeil (ÖKOWORLD), Ina von der Heyden (GLS Bank) und Jutta Berger-Knickmeier (Zurich) zeigten in ihren Impulsen, wie Finanzierungs- und Anlageentscheidungen die Wirtschaft beeinflussen und wie Unternehmen konkret begleitet werden können. Im anschließenden Austausch vertieften die Expert:innen ihre Positionen.
Workshops: Wie Geld wirkt
Vier Workshops vertieften Risikokapital, digitale Finanzierung, grüne Anleihen für Kommunen und Wirkungsmessung, unter anderem mit UnternehmerTUM, GLS Bank, dem difu und PHINEO.
Podiumsdiskussion: „Wer bewegt denn jetzt was?“
Über die Rahmenbedingungen der Transformation diskutierten Silke Stremlau (Praxisbeirat F4T), Prof. Thomas Dietz (Deutsche Bundesbank), Arnim Emrich (Finanzministerium Baden-Württemberg) und Martin Gräfer (Die Bayerische). Moderiert wurde von Katharina Reuter.
Die Regulierung ist ein wichtiger Motor für Nachhaltigkeit im Finanzsektor, weil sie mit Zahlen und Risikobewertungen arbeitet. Offen blieb in der Diskussion, ob sie künftig auch die Chancen neuer Geschäftsmodelle berücksichtigt. Versicherungen finanzieren in Europa bereits Transformationsprojekte und wollen dies verstärkt auch in Deutschland tun. Dazu sprachen u.a. die BNW-Mitglieder Zurich und Die Bayerische schon in ihren Impulsen.
Die Diskussion zeigte, dass es bei „Wie Geld wirkt“ vor allem um die Richtung geht. Entscheidend ist nicht nur, mehr Kapital zu mobilisieren, sondern bestehende Finanzströme so zu lenken, dass sie mehr Wirkung für gleiches Geld entfalten. Ob Regulierung, Versicherer oder öffentliche Investoren dafür die richtigen Hebel bieten, bleibt eine Aufgabe für alle Beteiligten. Die Zeit, so der Auftakt, ist jetzt.